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Miranda

 

 

 

 

Pflegen

Innere Schönheitspflege… was ist das?... wie geht das?...
Wenn wir bei Schönheit nur an unser Gesicht und den Körper denken, kann es passieren, dass wir früher oder später in die Faltenfalle geraten. Und oft ist dann der kürzeste Weg der in die Kosmetikabteilung und der etwas längere der zum Chirurgen.
Wir könnten meinen, je teurer die Creme, umso besser glättet sie. Und je mehr Empfehlungen der Chirurg hat, umso besser strafft er. Kann sein. Kann aber auch nicht sein.
Ich schlage den Weg vor, der an der Kosmetikabteilung vorbei führt und einen großen Bogen um den Chirurgen macht. Dieser Weg kostet nichts. Jede Frau kann ihn gehen.
Er geht über die Seele. Von innen nach außen.

Die meisten von uns wissen wenig über Seelenpflege. Wenn die Probleme groß werden, lassen manche sich auf eine Psychotherapie oder Psychoanalyse ein.
Aber wie kümmern wir uns um unsere Seele wenn sie gesund ist, wir keine außergewöhnlichen Probleme haben und es nicht um Therapie geht? Geben wir es zu, wir kümmern uns eher garnicht. Wir leben und leben und fühlen und denken und handeln ununterbrochen und machen uns weiter keine Gedanken um all das, was in uns los ist und wie es läuft. Es läuft automatisch.

Was ist mit der anfällig gewordenen alten Seele?

So kann man alt werden und eines Tages sterben. Und wenn man in eine Zeit geboren wurde oder an einem Ort lebt, wo es ums alltägliche Überleben geht, dann ist die Frage nach Seelenpflege vielleicht nicht vordergründig.
Unsere Wirklichkeit heute, hier in Mitteleuropa, mit unserer Geschichte, sechzig Jahre und mehr Leben hinter uns und vielleicht noch zwanzig, dreißig oder mehr vor uns, ist anders. Unsere Seelen haben andere Biografien als die Seelen unserer Vorfahren. Und durch die Entwicklung von Psychologie, Neurologie, Medizin, Psychotherapie und Philosophie haben wir ganz andere Möglichkeiten, uns um unser Seelenheil zu kümmern.
Auch im Alter findet Entwicklung und Heilung statt.
Innere Schönheitspflege, wie ich sie meine, hat einerseits damit zu tun, wie wir mit den in uns angesammelten Lebenserfahrungen umgehen. Ob wir sie auswerten bevor wir sie abspeichern. Ob wir sie ignorieren und löschen. Ob wir sie uns hin und wieder auf den Bildschirm holen und uns mit ihnen beschäftigen. Oder ob wir sie womöglich ständig auf dem Bildschirm haben. Schließlich ist da viel gelebtes Leben. Viel Vergangenheit. Wie verwalten wir diese Vergangenheit? Wie integrieren wir sie?
Und andererseits geht es um die Gegenwart.
Ist Gegenwart mit sechzig anders als mit dreißig?
Oder ist Gegenwart immer nur Gegenwart, egal wie die Inhalte sind und egal ob die Haut faltig ist oder glatt?

Von innen nach außen.

Machen wir uns nichts vor, der alte Körper ist anfällig geworden für Störungen.
Und die Seele? Was ist mit der anfällig gewordenen alten Seele?
Ich vermute, die meisten von uns schauen weg. Wir neigen dazu, unsere innere Stimme zu überhören. Seelische Krisen als solche wahrzunehmen ist nämlich garnicht so einfach. Oft scheint es uns einfacher, sie zu übergehen. Irgendwann gehen wir dann mit einem Symptom zum Internisten oder Orthopäden.

Und selbst wenn wir die seelische Störung mitkriegen, wie sollen wir uns verhalten? Was sollen wir tun? Die meisten von uns haben keine Ahnung.

Und da wir nicht mehr fit sein müssen für die Arbeit oder für den Haushalt und die Kinder, arrangieren wir uns allzu schnell mit etwas, das unsere Lebensfreude schmälert.
All die Sätze, die im Umlauf sind und die sagen, dass im Alter ja alles schwerer wird und dass man auch nichts mehr erwarten kann und dass das eben so ist wenn man alt wird, verhindern, dass wir uns um innere Lebensqualität kümmern. Dabei ist längst erwiesen, dass auch im Alter Entwicklung und Heilung stattfindet.

Wir wissen wenig über Seelenpflege.

Und deshalb wärs gut, nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Seele zu pflegen.

Seelenpflege ist fürsorgliche und liebevolle Zuwendung nach innen.
Wie das geht, habe ich bei Anna und Andreas Stadter in Marienberg gelernt. Stadters gehen davon aus, dass die Seele am besten weiß, was sie braucht. Wie aber erfahren wir, was unsere Seele braucht?
(www.beziehungstherapie.com)

Mit der Stadter-Methode ist es möglich, die innere Stimme hören zu lernen und sie richtig zu verstehen. Denn selbst wenn wir sie hören, besteht die Gefahr, dass wir sie falsch interpretieren. Bei Stadters wird nicht interpretiert und nicht bewertet. Es wird wahrgenommen. Die Methode bringt uns in Kontakt mit all den verschiedenen Bereichen unseres Innenlebens: Gefühle, Bilder, Erinnerungen, Körpergefühl, Assoziationen, und auch wenn innen grad nichts los ist, funktioniert die Stadter-Methode.
Es geht immer um das, was in dem Moment ist.
Wie verwalten wir unsere Vergangenheit?
Und wenn wir es hinkriegen, das, was in uns ist, wahrzunehmen, und im nächsten Schritt auch anzunehmen, ohne es anders oder weghaben zu wollen, dann sind wir schon mitten drin im Pflegeprogramm für innere Schönheit.