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Ich habe das Gefühl, ich will noch so viel leben.
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Wir können das Wilde im Herzen schützen. Aber das ist eine Arbeit fürs ganze Leben.

 
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Altwerden braucht Kultur.

Kultur entsteht, indem wir Bewusstheit in den Prozess von Altwerden und Altsein reinbringen und Altern zum Thema machen... uns damit beschäftigen... es nicht nur mit uns geschehen lassen... nicht passiv alt werden,

 

sondern aktiv teilhaben an dem, was beim Altwerden passiert.
Uns fehlen Bilder, in die wir hineinaltern können.
Alles deutet darauf hin, dass es an der Zeit ist, diese Bilder zu entwickeln.
Wie aber entstehen Bilder, die gesellschaftlich Bedeutung erlangen?
Vorbilder, an denen wir uns orientieren können?
Ist da nicht eine Bewegung vonnöten?
Wir um die sechzig haben schon mal gesellschaftliche Bewegungen ausgelöst. Damit kennen wir uns aus.
Damals waren es die StudentenBewegung, die FrauenBewegung, die KinderladenBewegung... und jetzt wartet die AltenBewegung auf uns.
Wie wärs, wenn wir Leben im Alter als kreativen Prozess deklarieren?
(Cabo de Gata 2006)

Mittlerweile ist der kreative Prozess in vollem Gang. 
Altern ist ein individueller Vorgang, der jedem abverlangt wird und dem man sich nicht entziehen kann, es sei denn, man stirbt. Individuell alt werden heißt aber nicht, dass man allein alt werden muss. Gemeinsam geht es auch.
Wie wärs, wenn wir Leben im Alter gemeinsam gestalten?
(Cabo de Gata 2012)